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NEUE WESTFÄLISCHE / ENGER-SPENGE

 

 

 

 

 

 

 

 

Ausgabe vom 10.03.2009

 

Szene-Treff für kleine Renner

Börse für Liebhaber ganz spezieller Autos/Originalverpackung gehört dazu

VON NINA HILGENBÖCKER

 

Spenge. "Wir sind mittlerweile die größte Börse in ganz Deutschland, die sich nur auf Modellrennbahnen spezialisiert hat", sagte Organisator Thomas Sander aus Enger stolz. Dementsprechend strömten am Samstag mehrere hundert Besucher zur 27. Ostwestfalen-Modellrennbahn-Börse in die Stadthalle Spenge, wo sie begutachteten, tauschten und kauften was etwa 60 Aussteller aus ganz Deutschland anboten.

"Die Börse in Spenge hat sich lange etabliert", erklärte Aussteller Henry Smits-Bode. "Da kommen die Leute auch schon einmal 200 oder 300 Kilometer angereist. Hier trifft sich die Szene".


Seit 21 Jahren ist Smits-Bode begeisterter Sammler, hat in gewissem Maße sein Leben den Modellrennbahnen gewidmet und sogar Bücher darüber verfasst. Aber was genau macht die große Faszination für die kleinen Autos aus? "Wir versuchen, uns langsam zu steigern", berichteten Sabine und Uwe Aukskell, die etwa 75 Kilometer weit aus Rodenberg angereist waren. "Zunächst haben wir uns ältere Sammlerstücke gekauft, an denen jedoch oft viel beschädigt war. Nun suchen wir nach besseren, unversehrten Modellen".

Und diese Suche hört nie auf. "Es gibt, glaube ich, kaum einen Sammler der behaupten könnte, am Ziel zu sein.", meinte Veranstalter Sander "Ein richtig gutes Modell muss fast wie neu sein, ohne Kratzer und am besten noch mit intakter Originalverpackung. Im Dezember wurde hier ein Auto für 15.000 Euro verkauft. Das was auf dem ein oder anderen dieser Tische liegt, hat den Gegenwert eines Mercedes oder Porsche." Insgesamt ist jedoch für jeden Sammler etwas dabei, ob Carrera, Tyco oder Scalextric, ob für zwanzig oder mehrere hundert Euro. Und natürlich ist die Modell-Rennbahnbörse auch Treffpunkt für Freunde und Gleichgesinnte.

"Etwa 80 Prozent der Aussteller sind schon seit vielen Jahren oder von Anfang an dabei.", erzählte Sander "Ob aus West- oder Ostdeutschland, aus Österreich, Belgien oder Holland - hier kennen sich fast alle untereinander!" "Ich komme immer wieder hier her, auch wenn ich dafür etwa 200 Kilometer weit fahren muss", sagte Gudrun Althof aus Heiligenhaus. "Allein schon für die netten Leute lohnt sich das." Versorgt wurden die Aussteller und Besucher vom Stadtgarten Inn-Team, das Kaffee, Brötchen, Pommes und Schnitzel zu extra günstigen Preisen anbot.

Die gesamte Organisation und Koordination bedeutet für Sander zwar einen riesigen Aufwand, gleichzeitig jedoch auch Hobby und Spaß. "Und dafür kennt Spenge jeder, der mit Modellrennbahnen zu tun hat. So viele Besucher sind ja auch für die Stadt schön!" Sogar das Fernsehen interessiert sich bereits für das Event: Ein Team von "Lokalzeit NRW aktuell" schaute vorbei und drehte erstmalig einen Beitrag für den WDR. Die nächste Ostwestfalen-Modellrennbahn-Börse steht am 12. Dezember 2009 in der Stadthalle Spenge an. Zwischen 11 und 15 Uhr sind dann wieder wertvolle Sammlerstücke und die neusten Modelle zu bewundern.

 

Anlaufpunkt für Sammler

Bereits seit 16 Jahren treffen sich Experten und Hobbysammler zur Modellrennbahn Börse in der Stadthalle Spenge. Zunächst nur ein Zusammentreffen zwischen alten Freunden, wurde die OWL-Modellrennbahnbörse schnell zum Anlaufpunkt für Sammler aus ganz Deutschland. Seit 1998 findet das Kaufen, Tauschen und Verkaufen sogar zwei Mal im Jahr im März und Dezember statt. Bei Interesse und Anfragen ist der Organisator Thomas Sander unter Tel. (05224)986970 zu erreichen.

 

 

 

 

 

 

  

 

NEUE WESTFÄLISCHE / ENGER-SPENGE

Bericht vom 14.12.2009

 

SPENGE

Große Leidenschaft für kleine Autos

Modellrennbahn-Börse "Slotpower" lässt Sammlerherzen höher schlagen

VON JULIA GESEMANN

 


Von weit her angereist |

 

Spenge. In seiner Freizeit braust Uwe Kitza mit seinem Alfa Romeo Guilia Spider zu Oldtimertreffen in ganz Deutschland. Sein Traumauto besitzt der Oldtimerfan auch im Maßstab 1:32 - exklusiv für ihn angefertigt. "Seit den 80er- Jahren habe ich meine Liebe auch für kleine Autos entdeckt." Besonders historische Rennbahnautos reizen den Sammler. Auf der Modellrennbahn-Börse "Slotpower" in der Spenger Stadthalle ist er deshalb genau richtig.


Denn bereits zum 28. Mal öffnet die Ostwestfalen-Modellrennbahn-Börse ihre Pforten für mehrere hundert Sammler und Liebhaber. Hier wird getauscht, gekauft und gefachsimpelt. Genau das schätzt Uwe Kitza, der extra aus dem Ruhrgebiet angereist ist, an der Börse: "Man trifft die alten Sammlerkollegen und kann sich austauschen." Doch was ihn hauptsächlich reizt: "Hier finde ich beim Stöbern immer etwas."

 

 

Dieses Mal hat Kitza bei einem Sammlerkollegen alte Motoren und Karosserien erstanden. "Das was mich an diesem Hobby besonders reizt, ist das Zusammenbauen der Autos." In seiner Freizeit lötet der Modellbauer die Karosserien zusammen, lackiert sie anschließend mit echtem Autolack und bemalt die kleinen Rennfahrerfiguren in stundenlanger Arbeit. "Man braucht auf jeden Fall schon handwerkliches Geschick", sagt Kitza lachend.

 


64 Aussteller aus dem In- und Ausland haben in der Stadthalle ihre Stände aufgebaut. "Etwa 80 Prozent der Aussteller sind schon seit vielen Jahren oder von Anfang an dabei", berichtet Organisator Thomas Sander: "Ob aus West- oder Ostdeutschland, aus Österreich, Belgien oder Holland - hier kennen sich fast alle untereinander."

Zwischen den Gängen drängen sich interessierte Käufer. Besonders detailgetreue und seltene Stücke lassen die Augen der begeisterten Sammler leuchten. So auch das Stratos Studienmodell von Carrera. Der kleine grüne Flitzer gehört Ralph de Leur. Der leidenschaftliche Sammler ist aus der Nähe von Amsterdam angereist, um in Spenge seinen Stand aufzubauen.

Seinen Stratos präsentiert der Niederländer stolz: "Das ist ein Prototyp, der nie in Produktion gegangen ist." De Leurs Leidenschaft für Autos im kleinen Maßstab begann schon in seiner Kindheit: "Von meinen Eltern habe ich eine Carrera-Universalbahn geschenkt bekommen." Sein erstes Modellauto: ein roter Ferrari, Zigarrenmodell. Nach ein paar Jahren sei die Rennbahn aus mangelndem Interesse auf dem Dachboden gelandet. "Aber vor 12 Jahren habe ich sie zusammen mit meinen Kindern wieder herunter geholt." Es entstand ein leidenschaftliches Hobby. "Mithilfe von Kleinanzeigen in Zeitungen habe ich im Laufe der Zeit Figuren, Gebäude und anderes Zubehör gesucht und gefunden." Viel Zeit verbringt de Leur damit, alte Fahrzeuge zu restaurieren. "An der Restauration eines Notarztautos habe ich mehrere Stunden gesessen. Besondere Feinarbeit war bei der Wiederherstellung des Blaulichtes gefragt."

Auf der "Slotpower" ist für jeden Sammler etwas dabei, ob Carrera, Tyco oder Scalextric, ob limitierte Kleinserienmodelle für die Vitrine oder moderne Rennbahnen, ob Bausätze oder bereits zusammen gebaute Auots, ob für fünfzehn oder mehrere hundert Euro. Jan hat ein Polizeiauto von Carrera erstanden.

Der Zehnjährige aus Gütersloh begleitet zum ersten Mal seinen Vater Ludger Kleinelanghorst, der ebenfalls einen Stand aufgebaut hat. Vater und Sohn sind in Sachen Rennbahnfahren ein Dreamteam: "Zuhause bauen wir regelmäßig die Rennbahn auf und fahren gegeneinander", sagt Jan und Ludger Kleinelanghorst ergänzt: "Das Modellautosammeln ist eben auch ein Hobby, an dem Väter und Söhne gleichermaßen ihre Freude haben können."
 

 

 

  

SPENGE

Autoträume im Miniaturformat Termine im nächsten Jahr

Auf der Modellrennbahn-Börse "Slotpower" tauschen und fachsimpeln Experten

VON JULIA GESEMANN von 20.12.2010

 

Nur vier Exemplare weltweit | FOTO: GESEMANN

 

Spenge. Für sein Hobby ist er 850 Kilometer weit gefahren. Von Langenstein aus Österreich quer durch Deutschland nach Spenge - und das bei den winterlichen Straßenverhältnissen. "Zehn Stunden habe ich gebraucht", sagt Peter Kaltenberger etwas erschöpft. "Aber für meine Modellautos nehme ich das in Kauf." Der Österreicher ist Sammler mit Leib und Seele. Vor allem von den Carrera-Universal-Fahrzeugen ist er fasziniert. Deshalb ist er auf der Modellrennbahn-Börse "Slotpower" in Spenge genau richtig.


Bereits zum 30. Mal treffen sich Modellwagen-Sammler in der Stadthalle in Spenge. Hier wird nicht nur getauscht, gekauft oder verkauft, sondern auch unter Sammlerkollegen gefachsimpelt. "Gerade die Kommunikation ist es, die diese Börse ausmacht. Es geht nicht nur allein um den Verkauf", sagt Organisator Thomas Sander. Er freut sich, dass das Winterwetter kaum jemanden der Aussteller von der Anreise abgehalten hat: "Aus ganz Deutschland und sogar aus dem benachbarte Ausland sind 60 Aussteller hierher gekommen.

Einer von ihnen ist Peter Kaltenberger. Schon das vierte Mal hat er den langen Weg nach Spenge auf sich genommen. Freitags um 10 Uhr in Österreich gestartet, abends um 20 Uhr in Spenge eingetroffen. Die Nacht hat er dann im Schlafsack in seinem Kleinbus verbracht. "Nur die harten kommen durch", sagt er lachend. Warum Peter Kaltenberger diese beschwerliche Anreise auf sich nimmt? "Ich muss nach Deutschland zu Modellauto-Börsen fahren, da die Österreicher eher Interesse an Modelleisenbahnen haben und kaum jemand Autos sammelt." Ersatzteile und neue Modelle findet er so nur hierzulande.

 

Seit 25 Jahren sind die Fahrzeuge im kleinen Maßstab ein Teil seines Lebens. "Damals hat ein Freund mir seine Sammlung verkauft und ich habe selbst mit dem Hobby angefangen." Seine Leidenschaft gehört der Carrera-Universal-Reihe. "Die sind echt super gemacht, mit Liebe gebaut und einfach unverwüstlich", erklärt er. Besonders viel Spaß hat der Österreicher am Basteln: "Ich repariere meine Autos selbst und gieße Kleinteile aus Silikon nach, wenn diese kaputt gehen." Dafür investiert der Sammler viel Zeit. "An einem Auto kann ich schon bis zu einer Woche sitzen." Er zeigt stolz einen gelben Carrera-Porsche-Turbo. "Das ist ein Bausatzauto aus den 85er-Jahren." Der Sammler hat das Fahrzeug selbst lackiert. "Es gibt nur vier Stück weltweit." Dementsprechend liege der Preis bei mehreren Tausend Euros.

In der Stadthalle drängen sich zwischen den Gängen interessierte Käufer und Sammler. Ein Stand sorgt für besondere Aufmerksamkeit. Hier lassen Bernd Eisbachs außergewöhnliche Modelle die Augen von so manchem Sammler leuchten. Denn: "Ich habe ein Faible fürs Basteln. Ich mache alles selbst und individuell", erklärt der Modellliebhaber aus Marienheide und bezeichnet sich deshalb als "Exot" der Börse. Was auffällt: Für kleine Details an den Wagen greift der Bastler auch gerne mal auf ungewöhnliche Materialien zurück: "Für die Radkappen eines Wagens habe ich Reste eines Joghurtbechers verwendet." Diese sind so gestaltet, dass sie originalgetreu aussehen. "So habe ich bei meinen Modellen eine große Vielfalt." Für seine außergewöhnlichen Modelle ist er unter den Sammlerkollegen schon bekannt. "Der Bernd ist ein bisschen verrückt in solchen Sachen", sagt Uwe Kitza vom Nachbarstand lachend.


Was mit einer Carrera-Rennbahn im Alter von acht Jahren anfing, hat sich zu einer großen Sammelleidenschaft gesteigert. Sogar ein Carrera-Buch hat Bernd Eilsbach schon geschrieben. Zur "Slotpower"-Börse nimmt er immer wieder gerne den 220 Kilometer weiten Weg auf sich: "Hier kann ich alte Bekannte wieder treffen, denn eigentlich kennt hier jeder jeden."
 

Ostwestfalen-Modellrennbahnbörse * SLOTPOWER * in 32139 Spenge  | info@slotpower.info